Brennesselsuppe

Brennesselsuppe – erst langsam kommt dieses althergebrachte und vor allem über alle Maßen gesunde Gericht wieder in Mode. Dass man um Brennesseln im Garten oder in der Natur lieber einen Bogen macht, ist nicht verwunderlich – nur zu gut erinnert man sich an das Gefühl, wenn man als Kind ins Brennesselgestrüpp geraten oder als sommerlicher Radfahrer Brennesselblätter gestreift hat: Rote Beulen, ein beständiges Jucken, das schlimmer ist als jeder Mückenstich, sind die üblichen Begleiterscheinungen. Dass die Brennessel aber auch aus der Küche verbannt wurde, ist bedauerlich, denn sie enthält neben vielen Mineralien und Spurenelementen auch große Mengen an Eiweiß, Vitamin A, C und E. Im folgenden beschreibe ich die Zubereitung einer einfachen, aber wohlbekömmlichen Brennesselsuppe.

Zutaten (Grundrezept):

  • 300 g frisch gepflückte Brennesseln
  • 1 Zwiebel
  • Öl
  • Wasser
  • Salz
  • Pfeffer

Zum Pflücken der Brennesseln verwendet man am besten Arbeitshandschuhe. Nachdem die Blätter gut ausgewaschen sind, wird zunächst die Zwiebel (ggf. zusätzlich ergänzt durch Knoblauch) angedünstet. Dann werden die Brennesseln dazugegeben und mitgedünstet. Auf Wunsch kann auch zusätzliches Gemüse, etwa Porree und Kartoffel, hinzugefügt und ebenfalls gedünstet werden. Wenn die Brennesseln in sich zusammengefallen sind, wird Wasser hinzugegeben. Nachdem die Suppe 20-30 Minuten geköchelt hat, wird sie mit Salz, Pfeffer und auf Wunsch anderen Gewürzen (z.B. Muskat) abgeschmeckt und bei Bedarf püriert.

Brennessel beinhaltet nicht nur große Mengen an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen, sondern hat auch heilende Wirkung. Das enthaltene Kalium etwa bewirkt eine Entwässerung und sorgt so für eine Entschlackung des Körpers von Giftstoffen. Folsäure ist gut für die Haare. Brennessel wirkt zudem entzündungshemmend, senkt den Blutzuckerspiegel und entlastet durch ihre blutreinigenden Eigenschaften Leber und Nieren. Zudem kann sie bei rheumatischen Beschwerden, Verdauungsstörungen, Gallenerkrankungen, Prostatabeschwerden und zur Enzymerhöhung der Bauchspeicheldrüse eingesetzt werden. Neben der oben beschriebenen Brennesselsuppe bietet sich auch die Zubereitung von Brennesseltees an.

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